Luftbild SupetarNachdem wir schon die Ostseite der Insel Brac besucht haben, möchten wir Euch heute die 3 Orte Supetar, Splitska, und Postira im Norden vorstellen.

Die Nordküste ist die ausgedehnteste und zugleich auch zugänglichste Küste der Insel Brac.

Es gibt viele kleine Buchten und auch Sandstrände. Die umgebenden Kieferwälder spenden Schatten und die Gegend eignet sich hervorragend um mit einer Yacht vor Anker zu gehen.

Da wir den Inhaber der Pansion Panorama in Splitska und seine Schwester kennen, haben wir gefragt ob sie uns mit Informationen über die Orte versorgen können.

Na klar….war die Antwort!

Wir sind ohne Auto am nächsten Morgen um 9 Uhr mit der Fähre von Split nach Supetar gefahren. Dort wurden wir von Stephans Schwester Tina, und Ihrem Mann in Empfang genommen.

Jeder der mit der Fähre von Split aus übersetzt, kommt im Fährhafen Supetar an. Nur die wenigsten nehmen sich Zeit auch mal den Ort genauer unter die „Lupe“ zu nehmen, da man annimmt, dass dies nur ein „Durchfahrtsort“ ist. Weit gefehlt!

am hafen2supetarenge gassenSupetar am Hafen

Etwa 1/5 der Einwohner von Brac lebt in Supetar. Wir begannen also mit unserem kleinen Stadtbummel. Gleich am Fährhafen auf der linken Seite gibt es einen schönen Kieselstrand. Rechter Hand geht es denn zu dem kleinen und schönen alten Stadtkern. Hier gibt es alles was für einen Familienurlaub benötigt wird. Ein Spielplatz sowie ein kleiner Vergnügungspark lassen auch bei den Kindern keine lange Weile aufkommen. Mit Sicherheit ist auch die Wasserrutsche am Strand weiter hinten ein Highlight. Man kann sich auch einen Scooter oder ein Quad ausleihen und damit die Gegend erkunden. Die Preise für den Scooter sind 100 kn für 3 Stunden oder 150 kn für 24 Stunden. Für das Quad muss ab 180 kn bezahlt werden. Auch die kleine Galerie in der Nähe des Hafens ist es wert, dass man Ihr einen Besuch abstattet. Die dort ausgestellten Bilder können nicht nur betrachtet, sondern auch gekauft werden. Die Preise sind recht „üppig“, aber das muss jeder für sich entscheiden ob er ein Bild mit nach Hause nehmen möchte.

galerieSpieleckeSupetar - alte KircheStrand Supetar

Tina hatte hat sich richtig Mühe gemacht und einen Plan mit allen Einzelheiten und genauen Zeiten ausgearbeitet, damit wir so viel wie möglich sehen konnten.


Den nächsten Punkt auf unserem Plan kann ich auf jedem Fall JEDEM Brac Besucher empfehlen. Der Aussichtspunkt über dem Ort Bol – Vidova gora – ist bequem mit dem Auto zu erreichen, kann aber auch erwandert werden. Der Aufstieg erfolgt von Bol aus. Auf dem Weg wachsen Salbei, Rosmarin und Heidekraut. Der Zugang ist auch über eine kleine Straße von Norden her möglich. Auf dem höchsten Punkt der dalmatinischen Inseln (778 m) kann man einen wunderbaren Ausblick genießen. Für das leibliche Wohl nach einem anstrengenden Aufstieg sorgt die kleine Berghütte die nicht zu übersehen ist.

eingangVidova goraVidova gora1Berghütte

Ach ja….. „leibliches Wohl“ unser Magen knurrte und die Zunge klebte auch schon im Mund fest. Bei 30 Grad, Sonnenschein und Wanderlaune war das ja auch kein Wunder.

Wir fuhren gemeinsam zur Pansion Panorama. Ich kannte das Objekt schon von Bildern her, auch habe ich für Stephan schon Luftbilder geschossen. Aber selbst auf der Terrasse zu sitzen und den wunderbaren Ausblick zu genießen ist unbeschreiblich.

Das was ich aber am meisten brauchte…war schon im Anflug… ein BIEEEER! zischhhhhhhhhhhhhh……….

Pansion Panoramabierlecker EssenDie Chef familie

Der Chef persönlich steht hier am Herd und was dabei raus kam war genau richtig bei dem heißen Wetter. Ein leckerer Berg mit Cevap und gebratenem Gemüse in selbst gemachtem Olivenöl sowie Pommes frites. (Anmerkung :  Ivana sagte die Pommes schmecken wie selbstgemacht). Das ganze kostete übrigens 70.- kn. Nach dem Essen verstauten wir erstmal unsere Sachen in dem kleinen, rustikalen und gemütlichen Studioapartment.

Weiter ging es mit einem Rundgang durch den Ort Splitska. Das ist genau das Richtige für Gäste die einen ruhigen Urlaub in einem Ferienhaus Kroatien verbringen möchten. Fern ab von Stress und Hektik, ticken hier die Uhren scheinbar langsamer. Direkt im Ort befindet sich eine Badestelle mit Betonplato, eine Umkleidekabine und Dusche stehen auch für die Badegäste bereit. Wer sich doch lieber alleine sein möchte, für den gibt es rund um die Bucht viele Möglichkeiten alleine zu baden. Direkt am Ortseingang finden Sie einen schönen und flach abfallenden Kieselstrand.

Um den kleinen Hafen herum kann man in einigen Konobas und Cafes dem beschaulichen Treiben der Einheimischen zusehen. Zu erwähnen sei auch noch der Friedhof, bisher hatte ich solche Grabstätten noch nicht gesehen. Hier wurden die Verstorbenen nicht in der Erde begraben, sondern bekamen eine Art Gruft aus Steinen.

Splitskahafen SplitskaSplitska1Badestelle Splitska

Friedhofunsere badestelleeinsame Badestellenrauhe Strände

Wir nahmen uns denn auch etwas Zeit um mal ins Wasser zu hüpfen. An unserer Badestelle etwas außerhalb des Ortes waren wir ganz für uns alleine.

Wieder zurück in der Pansion „testete“ ich erstmal das Bett und erwachte erst wieder als wir zum Abendessen gerufen wurden. Die Hitze und die Wanderungen hatten doch ganz schon an der Kondition gezottelt.

Der Abend im Panorama:

Hannelore und VladoUm etwas mehr über die Geschickte der Pansion Panorama zu erfahren, unterhielt ich mich mit der Mutter von Stefan. Sie und Ihr Mann beschlossen 1969 auf dem geerbten Grundstück ein Restaurant zu bauen.  Damals wurden sie noch von allen belächelt, haben es denn aber allen zeigen können wie sie Ihre Träume in die Tat umsetzten.

Die Idee kam der Seniorchefin als es damals noch keine richtige Straße gab, und die jetzige sich noch im Rohzustand befand. Sie zählte die vorbeifahrenden Autos – 88 waren es in zwei Stunden – von da an wusste sie, hier bauen wir unsere Zukunft auf. Durch gesundheitliche Probleme konnte sie dann später Ihre Arbeit nicht mehr ausüben und seit 2000 hat Ihr Sohn Stephan mit seiner Frau Ani das Zepter in der Hand.

Ich hatte das aufgestellte Plakat schon bei der Anreise wahr genommen: „Dalmatinischer Musikabend mit Lamm vom Spieß!“ (Anmerkung : findet jeden Mittwoch statt)

Schon als wir auf die Terrasse gehen wollten, stieg uns der köstliche Geruch in die Nase. In einem neu gebauten Grillhaus brutzelte das Lamm. Da Bilder mehr als geschriebene Worte sagen, schaut selber……..das Wasser läuft mir übrigens beim Anblick schon wieder im Mund zusammen.

Es war einfach traumhaft, die langsam untergehende Sonne von der Terrasse aus zu beobachten und dabei diesen Ausblick zu genießen! Die Tische waren schon gut gefüllt und wir wurden bei den anderen Hausgästen und „normalen“ Gästen am Tisch mit platziert.

Lamm am Spießtoller Ausblick von der Terasseleckerrrrrrunasere Stimmingsmacher

Da kam auch schon die versprochene „musikalische Begleitung“….. Drei Jungs packten Ihre Instrumente aus und begannen dalmatinische Musik zu spielen. Das ganze passte punktgenau zu dem Essen was ebenfalls gerade serviert wurde und der ganzen Umgebung in der wir uns befanden. Ich kam mir vor wie im Urlaub…. Auch wenn es sich jetzt etwas „doof“ anhört, da wir jeden Tag 12 Stunden im Büro sitzen und nur wenig Zeit haben das „Urlaubsland Kroatien“ zu genießen, war der Moment so richtig entspannend für uns.

Übrigens half der leckere Rotwein und diverse kleine Schnäpse, dass der Abend immer ausgelassener wurde. Einige Gäste schwangen das Tanzbein und die nix verstanden klatschten einfach mit…..das war zwar später nicht immer Taktgenau…war aber völlig egal.

unser StudioapartmentIch glaube das es ca. 24 Uhr war wo sich der lustige Haufen langsam auflöste. Ich kann mir vorstellen dass das „Personal“ auch froh war das sie langsam aufräumen konnten. Eines ist mir besonders an diesem Abend aufgefallen….und das war das Lächeln von der Chefin Ani… Ob sie nun einen Schalter zum „gut drauf sein“ umgelegt hat, oder einfach immer so ist, ich habe keine Ahnung. Sie vermittelte im größten Stress sowie beim Ausklang des Abends immer gute Laune und das kam bei den Gästen gut an.

Ein Glück das wir es nicht weit zu unserer Ferienwohnung Kroatien hatten, die Getränke hatten auch bei mir leichte Spuren hinterlassen und ich plumpste müde ins Bett.

Der nächste Tag:

Wir hatten uns mit den anderen Gästen um halb neun zum Frühstück verabredet.


Stephan war natürlich schon auf den Beinen (und beim Bäcker) und bereitete alles vor. Kurz um….es war köstlich.

Der Seniorchef Vlado wollte nach seinen Olivenbäumen schauen und ich fragte ob ich mitkommen kann. Da Ivana noch „etwas“ Zeit für sich brauchte kam mir das gelegen. So erführ ich gleich mal aus erster Hand wie das Olivenöl hergestellt wird. Seine 150  Olivenbäume sind von seinem Vater  gepflanzt worden und geben ca. 200 l  Öl im Jahr. Mich interessierte nun wie kommen grüne und schwarze Oliven an den Baum, und was gibt das bessere Öl? Einfach die schwarzen Oliven länger am Baum lassen und bei gutem Öl wird halbe-halbe gemischt.

eingangolivenolivensteinmauernneuer Olivenbaum

Ich würde das jetzt nicht schreiben wenn es nicht so wäre (bekomme keine Verkaufsprovision), aber das Olivenöl schmeckte „Hammer“.  Meine Frau isst sehr gerne Salat mit Olivenöl und bestätigte ebenfalls, dass dieses einfach hervorragend ist.

Vielleicht hat sich der eine oder andere schon mal gefragt, wozu im „Gelände“ die Steinmauern sind….

Hier ist die Antwort. Um die Böden bearbeiten zu können, wurde vor langen Zeiten die Steine zu Mauern oder Haufen aufgeschichtet. Nur so war es möglich den Boden zu bearbeiten und nutzbar zu machen. Man stelle sich nur vor, was das für eine Arbeit gewesen sein muss…..

Als wir wieder im Panorama ankamen, war der „Rest“ startfertig. Tina sagte uns einen Tag vorher, dass es eine schöne Bucht mit Sandstrand in der Nähe gibt. Weiterhin wollte ich gerne noch ein paar Fotos von Postira machen und schon ging es los.

Nach ca. 10 min Autofahrt führte  (ca. 5km )  hinter Postira ein Weg in die Bucht hinab. Es steht dort ein Hinweisschild, man muss aber aufpassen, dass man dieses in der Kurve nicht übersieht. Durch die Enge des Weges sollte man vorsichtig hinabfahren, da entgegenkommende Autos schlecht umfahren werden können.

sandbuchtEselstreichelnSandstrand auf BracRestaurant am sandstrand

Unten angekommen ist diese Stelle für Familien mit Kindern (ohne natürlich auch) ein Traum. Der flach abfallende Sandstand und das mit Bäumen umsäumte Ufer machen den Badeausflug zum Erlebnis. Das Parken ist auf dem Platz (der zum Restaurant gehört)  kostenpflichtig, das sollte mit einkalkuliert werden. Es gibt einen kleinen „Streichelzoo“ wo die Esel gerne von den Kiddis begrabbelt werden und das auch gerne zulassen. Für das leibliche Wohl sorgt das Restaurant und die Strandbar. Süßwasserduschen sind übrigens auch vorhanden.

RobinsonhausTina zeigte und denn noch ein echtes „Robinsonhaus“ das sich in der Nähe befand und das Bekannte von ihr vermieten.

Nix komfortables mit 4 Sternen  – aber eins ist hier sicher zu finden…. Ruhe…Einsamkeit …und Erholung.

Leider drängte die Zeit schon wieder, da wir die Fähre um 12:30 von Supetar nehmen wollten.

Wir drehten noch eine Runde durch Postira. Mir ist aufgefallen, dass es in dem kleinen Fischerort drei Hotels der gehobenen Klasse gab. So geballt gab es das in den anderen Orten nicht. Die Fischer die am Morgen vom Fischen zurückgekommen sind und deren Boote im Hafen schaukelten, spielten miteinander Karten in einer Cafebar. Alles war hier beschaulich und es ging sehr ruhig zu.

Luftbild PostiraPostiraFischerbootStrand

Wir wurden von Tina und Ihrem Mann wieder zur Fähre gebracht, und die Zeit ist wieder mal wie im Fluge vergangen. Vielen Dank an Euch Beide!

Zum Abschluss bleibt mir nur noch zu sagen, dass dies interessante Stunden waren und ich viele Bilder und Infos mitnehmen konnte die auf unserer neuen Seite über die Insel Brac mit einfließen werden.

PanoramaWer übrigens die Gastfreundschaft in der Pansion Panorama und das Lächeln von Ani in Natura erleben will, hier geht’s zur Webseite und weiteren Infos.  Pension Restaurant Panorama

Vielleicht konnten wir einigen Interessierten ein paar weitere Tipps über die Insel Brac vermitteln. Wenn jemand noch etwas hinzuzufügen hat oder es uns nachmachen will……immer los! Man liest sich ;-)

Heiko und Ivana

 

 

Reisetipp für Deutschland – Urlaub in einer Ferienwohnung Ostsee, direkt am Stand vom Darß bis nach Rügen.

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